Steckleiter und Holzbalken für Reifenwechsel

Alternative Ansätze waren gestern an der Station Wagenheber bei der gemeinsamen Ausbildung mit unseren Paten-Ortsverband aus dem fränkischen Kirchehrenbach gefragt. Bei der kurzweiligen und interessanten Ausbildung wurden an drei weiteren Stationen die Fähigkeiten der Einsatzkräfte geprüft

Am Morgen begrüßte der Zugführer als Übungsleiter die am späten Vorabend angereisten Gäste zur Ausbildung.  Die anwesenden Einsatzkräfte aus Kirchehrenbach und Pirna wurden in vier gemischte Gruppen aufgeteilt und besetzten die Fahrzeuge der Bergungsgruppen. Die Helfer im Zugtrupp bildeten die gemeinsame Führungsstelle und schickten per Funk die Gruppen an die Stationen. Hierzu wurden UTM-Koordinaten genutzt, welches auch für die ortsansässigen Helfer eine Herausforderung darstellte.

Personensuche und Erste Hilfe waren die Aufgaben an der etwas versteckten Station am Kohlberg. Drei Junghelfer galt es zu finden und richtig als Ersthelfer zu versorgen. Während die verwirrte Person selbständig an die Sammelstelle laufen konnte, mussten die Person mit Beinbruch und die bewusstlose Person auf einer Krankentrage aus dem Wald gebracht werden.

Sehr schnell hatten die Teilnehmer die zweite Aufgabe am Copitzer Elbufer erledigt. Das Ziel dort war die Elbquerung mit einem Schlauchboot. Die sieben Mitglieder eines Teams bekamen vorab einige Tipps aus unserer Fachgruppe zu Bewältigung und dann wurde gemeinsam gegen die Strömung gepaddelt.

Aufgabe Nummer 3 befand sich an der Kiesgrube Birkwitz-Pratzschwitz. Ein 1000 Liter fassender IBC-Container wurde auf Zeit gefüllt. Dazu musste eine Tauchpumpe in den See eingebracht und fünf Schläuche verlegt werden.

Die außergewöhnlichste Aufgabe erwartete die Teams aber in unserer Liegenschaft. Hier stand ein ausgesonderter Kia Carnival und forderte vor allem die Gruppenführer. Beim Lösen des Einsatzauftrages wurde vor allem die Führung, die richtige Methode und logische Herangehensweise an diese unbekannte Situation beübt. Die an sich recht einfache Aufgabe des Räderwechseln wurde durch zahlreiche Einschränkungen erschwert. So durfte der Gruppenführer nur reden, aber nicht selbst tätig werden. Es durften nur die auf dem eigenen Fahrzeug verwendeten Geräte eingesetzt werden und das Berühren von Fahrzeugteilen war mit den Händen oder die Ablage von Teilen auf der blanken Erde war verboten.

Jede Gruppe nahm bei gleicher Aufgabenstellung einen anderen Weg. Und so kamen u.a. Steckleiter, Spanngurte, Zimmermannshammer, Hebekissen und Holzbalken ins Spiel. Die einen sorgten für Transport der Reifen, mit den anderen Gegenständen wurde das Fahrzeug angehoben. Ein Glück, dass dabei die Unversehrtheit des Fahrzeuges zweitrangig war.

Am Nachmittag hatten unsere Gäste und eigene Helfer die Möglichkeit in der Schwimmsporthalle ein Probetauchen durchzuführen. Gemeinsam mit unseren Bergungstauchern ging es ins Wasser und konnten dort z.B. die Schrauben eines Flansches lösen.

Am Abend erwartete die Einsatzkräfte ein Schwein vom Spieß. Beim Lagerfeuer wurde der Tag ausgewertet und allerlei Themen besprochen, bevor es am nächsten Tag für unsere Gäste erst ins benachbarte DDR-Museum und später wieder Richtung Heimat ging.

Bericht und Bilder: André Jacob

 

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