Das THW in Bayern probt den Ernstfall

Das THW in Bayern probt mit einer großangelegten Einsatzübung die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen THW-Einheiten.

Am 23. Mai wurde die Stadt Selb von einem schweren Unwetter getroffen. Gleichzeitig ereignete sich in Selb auch noch ein Erdbeben in einer bis zu dahin nicht bekannten Stärke. Besonders schwer hat es das Gebiet um die Firma Hutschenreuther getroffen. Zahlreiche Gebäude und Straßen wurden dabei zerstört. Des Weiteren wurde von einer großen Anzahl von Vermissten, Verletzten und Toten ausgegangen. Die Örtliche Einsatzleitung beauftragte das Technische Hilfswerk (THW) einen eigenen Einsatzabschnitt auf dem Gelände der Firma Hutschenreuther zu betreiben. Hierzu baute das Technische Hilfswerk (THW) eine eigene Führungsstruktur auf, mit der die ihr zugewiesenden Einheiten aus ganz Bayern effektiv geführt werden können. Mit schwerer Räumtechnik durch die Fachgruppen Räumen wurden Zuwege zu den Gebäuden herstellt, damit die Helfer der Bergungsgruppen sich leichter Zugang zu den Gebäuden zu verschaffen. So konnten sie die Verletzten und Vermissten schneller orten und bergen. Auch Sachwerte konnten so schneller gesichert werden. Unterstützt wurden die THW-Einsatzkräfte durch den Gefahrgutzug der Feuerwehr Hof die eine Dekontaminationsanlage am Eingang des Firmengeländes errichtete. Was sich nach einer folgenschweren Unwetterkatastrophe anhört, war Thema der bayernweiten THW-Übung „Blauer Löwe“, die vom THW Landesverband Bayern organisiert wurde. Hauptziel dieser Übung war es die Zusammenarbeit der einzelnen Einheiten und Fachgruppen des THW zu intensivieren, Reibungsverluste zu erkennen und gegebenenfalls abzustellen. Ein weiteres Ziel bestand darin einen Bereitstellungsraum mit Logistikstützpunkt zu betreiben. Hier wurden die Helfer des THW verpflegt und die Gerätschaften der Einheiten nach Bedarf repariert. Insgesamt beteiligten sich 750 Helfer aus 65 Ortsverbänden an der Übung in Selb. Unter ihnen waren auch 25 Helfer aus den Ortsverbänden Forchheim und Kirchehrenbach. Die Helfer aus Forchheim waren in der Führung und Kommunikation eingesetzt und stellten den Kontakt zwischen den Einheiten und der Führung des Einsatzabschnitts her. Weitere Helfer unterstützten in der Fachgruppe Logistik Verpflegung sicher, dass die Helfer an der Einsatzstelle bei Kräften blieben. Auch eine Bergungsgruppe aus Forchheim war unter den eingesetzten Einheiten. An der Einsatzstelle wurde ihnen ein Gebäudeteil zugeteilt, in dem sie nach Verletzten und Vermissten suchten. Die Helfer aus Kirchehrenbach waren mit der Fachgruppe Logistik Materialerhaltung vor Ort. Ihre Aufgabe bestand darin die mitgeführten Gerätschaften nach einem Ausfall wieder instand zu setzen und die Einheiten an der Einsatzstelle mit Verbrauchsgütern wie Sprit, Holz und weiterem Kleinmaterial zu versorgen. Eine der Aufgaben an diesem Wochenende bestand für den Materialerhaltungstrupp, als der Shuttle-Bus des THW vorfuhr. Ein Kabelbruch sorgte dafür, dass das Rücklicht nicht mehr funktioniert. Kurzerhand kam der Bus auf die Radgreifhebeanlage und die Helfer tauschten das Kabel aus. Parallel zu der Übung in Selb übten ca. 100 Helfer im Antholzertal / Südtirol bei der „Alpine 2014“ den Einsatz nach einer Naturkatastrophe mit schweren Regenfällen. Hier wurde die Zusammenarbeit grenzübergreifend mit verschiedenen Organisationen geübt.

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