Felsblock vor Absturz gesichert

10-Stündiger Einsatz zur Sicherung eines absturzgefährdeten Felsens im Süden von Gößweinstein.

Ein nicht alltäglicher Einsatz rief die Helfer des THW Kirchehrenbach auf den Plan. Eine Anwohnerin aus Gößweinstein entdeckte einen lose wirkenden Block in einem Felsmassiv auf dem benachbarten Grundstück hinter ihrem Haus und informierte die Behörden. Zusammen mit einem Gutachter der LGA sichtete die Marktgemeinde das gemeldete Objekt, bestätigte eine akute Gefahrenlage und empfahl die Entfernung des rund 5,3 t schweren Felsblockes. Aufgrund der derzeitigen Wetterlage konnte der Fels jedoch nicht sofort durch eine Fachfirma abgetragen werden, so wurde das THW Kirchehrenbach informiert, um das Objekt vorläufig zu sichern. 10 Helfer des THW Kirchehrenbach nahmen sich der Gefahrensituation an. Der betroffene Fels wurde mittels 4 Rundschlingen und zwei Seilzuggeräten (Greifzug) gesichert, damit die erforderliche Sicherungskraft erreicht werden konnte. Die Sicherungsarbeiten gestalteten sich jedoch schwierig, da der Felsen nur von oben her zugänglich und das gesamte Massiv noch stark mit Schnee bedeckt war. Herr Dr. Carlo Schillinger, geologischer Gutachter der LGA und Herr Peter Thiem vom Markt Gößweinstein verfolgten zeitweise den Stand der Arbeiten und zeigten sich mit der Sicherung sehr zufrieden. Bei den Arbeiten des 10-stündigen Einsatzes waren die Helfer mit Auffanggurten gesichert und für den Materialtransport wurde eine Seilbahn errichtet. Ein Teil der eingesetzten Ausstattung verblieb nach Beendigung des Einsatzes vor Ort und wird wieder abgeholt, sobald eine Fachfirma den Felsblock abtragen wird. Eingesetzte Ausstattung: Fahrzeuge GKW I, GKW II, MTW, 8 Rundschlingen, 4 Greifzüge, 8 Höhensicherungssätze(Rollgliss) mit Sicherungsleinen und Fallstopp, 1 Kettensäge, 6 Schäkel, 2 Drahtseile à 10 Meter, 2 Drahtseile à 50 Meter, 1 Rettungskorb, Leiterteile

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