Massenanfall von Verletzten im Fandorf Nürnberg

Zu einem Massenanfall von Verletzten (MANV) kam es im Fandorf Nürnberg am Volkfestplatz während der Übertragung des WM-Spieles Deutschland – Schweden. Als sich Meldungen über immer mehr Verletzte im Public-Viewing-Bereich häuften, wurden neben dem normalen Rettungsdienst auch mehrere freiwillige Feuerwehren sowie das Technische Hilfswerk alarmiert.

Dieses traf mit dem Gerätekraftwagen nur zwei Minuten nach der freiwilligen Wehr ein. Sofort wurden Trupps, ausgestattet mit Notfallkoffer und Trage aus dem Abrollbehälter MANV der Berufsfeuerwehr, gebildet. Diese bestreiften zu Fuß zusammen mit Kollegen der Berufsfeuerwehr den Public-Viewing-Bereich sowie den umliegenden Biergarten. Der Rettungsdienst behandelte unterdessen 83 Personen. Kreislaufkollapse- und Probleme sowie Ohnmacht waren neben Schnittwunden die häufigste Diagnose. Sieben Personen mussten in umliegende Krankenhäuser eingeliefert werden. Der Stab der örtlichen Einsatzleitung wurde in Betrieb genommen. Ein THW-Fachberater sowie die Stabsposition S2 (Lage) wurden aktiviert. Gegen 18 Uhr wurde der MANV-Fall ausgerufen. Ein Einsatz von THW-Einsatzkräften aus den umliegenden Ortsverbänden, die in während der Spiele in Nürnberg in Rufbereitschaft standen, war nicht mehr notwendig. Nachdem sich die Lage am Fanfest beruhigt hatte, wurden die Einheiten zum Hauptmarkt in die Innenstadt verlagert, da dort ähnliche Probleme befürchtet wurden. Nach einer Stunde konnte jedoch Entwarnung gegeben werden und die Einheiten rückten wieder ein. Im Einsatz waren insgesamt 70 Kräfte des Sanitätsdienstes und 60 Einsatzkräfte von Feuerwehr und THW. Im Einsatz war das THW mit: GKW 1, 3. TZ MTW PKW Fachberater 15 Einsatzkräfte Informationen über den Einsatz bei der WM finden Sie unter folgenden Internetangeboten: www.thw-nuernberg.de www.gst-nuernberg.thw.de www.thw.de Ihr Ö-Team Nürnberg 24. Juni 2006

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