Gefahrguttransportübung

Fachgruppe Logistik nahm an der Gefahrguttransportübung des THW Landesverbandes Bayern am 24./25.09.2005 teil Auf den Fahrzeugen des THW werden tagtäglich Gefahrgüter wie Betriebsstoffe, Druckluftflaschen für Atemschutzgeräte, Acethylen- und Sauerstoffflaschen und vieles andere mehr transportiert. Die Normbeladung liegt jedoch üblicherweise unterhalb der sog. 1000-Punkte-Grenze, ein Ausnahmetatbestand der ADR-Regelung (Europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Strasse), bei der keine Kennzeichnungspflicht erforderlich ist.

Aufgabe der Logistikeinheiten des THW ist unter anderem die Versorgung anderer Einheiten mit Verbrauchsgütern, dabei kann es auch erforderlich werden, größere Mengen an Gefahrgütern zu transportieren, die dann oberhalb der 1000 Punkte liegen. Daher wurde zu Ausbildungszwecken vom THW Landesverband Bayern eine Gefahrguttransportübung durchgeführt, bei der große Mengen Treibstoffe in Kanistern und IBC-Behältern, verschiedene Chemikalien zur Trinkwasseraufbereitung, sowie unterschiedliche Gase in Druckbehältern von einem Logistikstandort zum anderen zu transportieren war. Besonderer Wert wurde auf die korrekte Erstellung der Beförderungs- und Begleitpapiere, die Ausstattung und Ausrüstung der Fahrzeuge gemäß ADR, Korrektheit der Ladungssicherung und die notwendige Qualifikation der Kraftfahrer gelegt. Unter Anleitung von Curd Mohr, Beauftragte Person Gefahrgut der THW-Geschäftsstelle Bamberg wurde von den Kirchehrenbacher THW-Helfern die von der Fachgruppe Logistik des OV Marktredwitz angelieferte Ware entladen, überprüft und auf unsere Fahrzeuge verladen. Unterstützung leistete ein ADR-Fahrer des OV Bamberg. Parallel dazu erfolgte die Erstellung der Transportpapiere für den Weitertransport nach Neustadt a.d. Aisch. Vor der Abfahrt des LKW-Zuges erfolgte durch einen auf Kontrollen von Gefahrguttransporten spezialisierten Beamten der Polizei eine Überprüfung der Fahrzeuge, Papiere und der Ladung. Neben kleineren Mängeln, die sofort beseitigt wurden, konnte der Beamte den Helfern auch viele Hinweise geben, worauf besonders zu achten ist. Besonders lobend erwähnte er die Qualität der vorgenommenen Ladungssicherung. Die Beteiligten waren sich darin einig, dass die regelmäßige Durchführung solcher Übungen sinnvoll und notwendig ist, da gerade bei Einsatzorganisationen oftmals die Einhaltung der Gefahrgutverordnungen leicht in der Einsatzhektik vernachlässigt wird.

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