Rumänischer Premierminister besucht THW-Einsatzkräfte

Temesvar. Das THW versorgt in der rumänischen Ortschaft Foeni die rund 600 den Fluten trotzenden Bewohner mit Frischwasser. Etwa sechs Kilometer Luftlinie entfernt befördern alle Pumpen des THW Wasser aus der Ebene in den Fluss Timis, um den Wasserspiegel im innerhalb von 36 Stunden vollgelaufenen Gebiet soweit zu senken, dass auch die letzten isolierten Orte mit PKW gefahrlos erreicht werden können.

Temesvar. Dammbrüche haben am Fluss Timis in Rumänien verheerende Schäden angerichtet. Bislang werden sie auf rund 100 Millionen Euro beziffert. Am Freitag machten sich der rumänische Premierminister Calin Popescu Tariceanu und weitere hochrangige Vertreter der rumänischen Regierung ein Bild von der Lage in der Katastrophenregion. Dabei besuchten sie auch die Einsatzabschnitte des THW. Die Einsatzkräfte informierten über die Hilfsmaßnahmen vor Ort und erläuterten die Funktion der Anlagen des THW. „Ich bin selber Ingenieur für Trinkwassertechnik“, bemerkte Premierminister Calin Popescu Tariceanu und ließ sich die Trinkwasseraufbereitungsanlage in Foeni genau erklären. „Es freut mich sehr, dass sie hier so schnell geholfen haben“, dankte Tariceanu den THW-Spezialisten. „Sie erfüllen hier eine sehr wichtige Aufgabe.“ Sein Vertrauen in die Arbeit des THW bewies er, als er zum Abschluss seines Besuches zusammen mit dem technischen Einsatzleiter vor Ort, Harald Stogl, einen ersten Schluck der Trinkwasserlieferung des THW kostete. „Es schmeckt angenehm nach nichts“, stellte er fest. ganz links im Bild: Volker Gebhard, OV Kirchehrenbach Die Trinkwasseraufbereitungsanlage in Foeni kann täglich bis zu 30.000 Liter Trinkwasser in zehn Stunden an die notleidende Bevölkerung ausliefern. Zeitgleich setzten die Helfer der Fachgruppe Infrastruktur einen Tiefbrunnen im Ort instand. In der Region Granicerii arbeiten die Pumpen weiterhin auf Hochtouren. Vor Ort haben die THW-Kräfte gemeinsam mit Mannschaften des rumänischen Zivilschutzes rund 2,2 Kilometer Schlauchleitungen verlegt, die das Wasser aus der überfluteten Ebene zurück in den Fluss Timis führen. Ebenfalls am Freitag besuchte auch die Vizepräsidentin des Bayrischen Landtages Barbara Stamm das THW. Sie nutzte ihren Informationsbesuch in Temeswar und erkundigte sich über die Arbeit der 33 Spezialisten aus Deutschland im 600 Quadratkilometer großen Überschwemmungsgebiet südöstlich der Kreisstadt. „Ich finde es einfach großartig, dass diese schnelle Hilfe durch ihre Organisation angeboten wurde und dass trotz der großen Mühen und Anstrengungen denen sie hier ausgesetzt sind, die Zusammenarbeit mit den rumänischen Behörden gut funktioniert“, sagte Stamm. 23.05.2005 Ewald Nagel für thw.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.