Hochwasser in Rumänien: Einsatzteam eingetroffen

Das THW-Einsatzteam ist wohlbehalten in Rumänien eingetroffen und wird im Laufe des heutigen Tages mit den Arbeiten beginnen. Offizielle Mitteilung auf thw.de

Temesvar. Das THW-Einsatzteam, das im Auftrag des Bundesinnenministeriums die rumänische Regierung bei der Bekämpfung der Flutkatastrophe in der Region um die Hauptstadt Temesvar unterstützt, ist in der Stadt Deta eingetroffen. Im Laufe des heutigen Tages werden die Einsatzkräfte in den Ortschaften Granicerii und Foeni mit den Arbeiten beginnen. In Granicerii ist bedingt durch die einströmenden Wassermassen eine Pumpstation ausgefallen. Das THW wird dort mit Großpumpen die örtlichen Behörden dabei unterstützen, die Ortschaft schnellst möglich vom Hochwasser zu befreien. Die vier Großpumpen haben eine Gesamtkapazität von 20.000 Litern pro Minute. Darüber hinaus erhöhen mehrere kleinere Pumpen die Gesamtleistung. Mit einer Trinkwasseraufbereitungsanlage (TWA) wird das THW in Foeni die Wasserversorgung für etwa 1.000 Menschen sicherstellen. Die Bevölkerung mehrerer Dörfer wird derzeit von der rumänischen Regierung durch Wasser aus Flaschen versorgt. Dort wird auch das mobile Trinkwasserlabor eingerichtet, um die Wasserqualität zu kontrollieren. Infrastrukturexperten des THW werden in Foeni zudem Stromanschlüsse überprüfen und unter anderem dringende Reparaturmaßnahmen am Trinkwasserversorgungsnetz vornehmen sowie Brunnen reinigen. Laut erster Lagemeldungen ist die Situation vor Ort verheerend. Deiche sind aufgeweicht und drohen zu brechen, Straßen sind unterspült, Brücken zerstört. Allein in der Region um Deta sind 25 Dörfer und Städte von der Katastrophe betroffen. 3.000 Menschen wurden bereits evakuiert. Vier Dörfer sind von der Außenwelt abgeschnitten. Das 34-köpfige THW-Einsatzteam setzt sich aus Einheiten der Landesverbände Baden-Württemberg und Bayern zusammen. Dabei handelt es sich um Experten der Fachgruppen Wasserschaden/Pumpen, Infrastruktur und Trinkwasserversorgung. 15.05.2005 THW

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